Data Driven Factory Day
Hautnah erleben, wie aus Daten Mehrwert wird

An einem Tag werden heute schätzungsweise 2,5 Trillionen Bytes erzeugt. Bis 2025 soll diese Menge an Daten um ein achtfaches ansteigen. [Quelle: Statista]

Den Mehrwert von Daten, sprich die effiziente Generierung, Auswertung und Weiterverwertung, haben viele Unternehmen bereits in der Theorie verstanden. Doch die praktische Umsetzung birgt eine Vielzahl an Herausforderungen: welche Daten sind relevant und wie viele davon müssen extrahiert werden? Wie generiert man überhaupt Maschinendaten und welche Auswertungsmethode liefert die gewünschten Resultate?

Um diese Fragestellungen aus Sicht von Industrieunternehmen zu klären fand in der Digitalschmiede der VINCI Energies in Deutschland am 26. Juni 2019 die Veranstaltung Data Driven Factory Day statt. Die Teilnehmer konnten in den beiden Themenfeldern „Qualitätskontrollen basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI)“ und „Dynamisierung von Wartungsintervallen“ mit unseren Data Scientists und Digitalexperten Theorie in Praxis überführen.

Die Teilnehmer trainierten im ersten Workshop gemeinsam mit unseren Experten und Partner-Startup Hellsicht die KI für die Qualitätskontrolle. Der Kampfgeist der Teilnehmer wurde durch die interaktive Herausforderung geweckt – jeder erhielt Knete und den Auftrag diese zu einer flachen runden Platte zu formen, sprich ein Duplikat des Objektes anzufertigen. Die Künstliche Intelligenz wurde auf die Probe gestellt und unsere Teilnehmer erreichten bis zu 89% Genauigkeit mit den eigen angefertigten Knet-Objekten. Anschließend wurde getestet welche Auswirkungen verschiedene Einflussparamenter wie Beleuchtung, Positionierung und Oberflächenbeschaffung ausmachten.

Das Ergebnis des Workshops war ein Algorithmus, der in einem ersten Schritt das Objekt und dessen Umrissen an sich erkennt, im folgenden Schritt die perfekte Rundheit des Objektes prüfte und schlussendlich die Oberfläche auf Fehler wie Risse und Verformungen untersuchte.

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Nicht nur im Bereich der Qualitätskontrolle sind Daten ein wichtiger Faktor, auch im Wartungsbereich sowie bei Predictive Maintenance werden darauf basierend wichtige Entscheidungen getroffen. Unser Versprechen vorab an die Teilnehmer: lernen Sie im zweiten Workshop, wie mithilfe von Datenanalyse Vorhersagen für zukünftige Wartungen gemacht werden können.

Dynamische Wartungsintervalle ermöglichen eine ideale Maschinenauslastung und optimieren damit die gesamte Produktion, indem beispielsweise geplante Stillstandzeiten minimiert werden.

Dabei gibt es einige Herausforderungen wie das geänderte Wartungsintervalle ungeplante Ausfälle hervorrufen können.

Dies erreicht man, indem die richtigen Daten an den richtigen Stellen, abhängig von der jeweiligen Maschine, extrahiert und von Experten analysiert werden, um über den Verschleiß Ausfälle rechtzeitig voraussagen zu können. Im Ergebnis entsteht ein Modell, das auf Grundlage von Daten den idealen Wartungszeitpunkt ermittelt. Ideal deshalb, weil man die Maschine optimal ausnutzt und dennoch rechtzeitig wartet bevor sie ungeplant ausfällt. Während des Workshops wurde die Integration verschiedener Fachbereiche durch Rollenspiele dargestellt und das passende Tool zur Lösung, „Watson Studio“ erklärt.

Daten bieten demnach je nach Branche, Produktion und Maschinen einen völlig unterschiedlichen Mehrwert, den es individuell zu erfassen und nutzen gilt. Die Teilnehmer des Data Driven Factory Days lobten besonders die breit gefächerte Aufstellung der VINCI Energies in Deutschland. So kann die Kompetenz aus IT und OT aus einer Hand bereitgestellt und Synergieeffekte genutzt werden. Der Ansatz der Axians Digitalexperten „Think big and start small“, wurde ebenfalls als positiver Ratschlag wahrgenommen, denn Themen wie visuelle Qualitätskontrolle, datenbasierte Wartungszyklen und Data Science kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, sondern bedarf vieler kleiner Schritte in die richtige Richtung.